Die Erstellung barrierefreier Lehr- und Lernmaterialien ist entscheidend, um allen Studierenden – insbesondere Menschen mit Sehbehinderungen oder Blindheit – den gleichen Zugang zu Bildungsinhalten zu ermöglichen. Microsoft Word und der E-Buch-Standard der Medienzentren sind dabei zentrale Werkzeuge für eine flexible und zugängliche Aufbereitung von Dokumenten.
Barrierefreiheit in Microsoft Word
Microsoft Word bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Erstellung barrierefreier Dokumente durch semantische Strukturierung und den konsequenten Einsatz von Formatvorlagen.
Kernfunktionen für barrierefreie Word-Dokumente:
- Formatvorlagen: Überschriften, Absätze, Listen und Tabellen werden strukturiert und logisch ausgezeichnet, sodass assistive Technologien (z. B. Screenreader) die Inhalte korrekt vorlesen können.
- Alternativtexte: Bilder, Grafiken und Diagramme können mit Alternativtexten versehen werden, um sie auch für blinde Nutzer verständlich zu machen.
- Lesereihenfolge: Eine klare und nachvollziehbare Struktur des Dokuments sorgt für bessere Orientierung.
- Flexibilität: Word-Dokumente können leicht in andere barrierefreie Formate wie PDF/UA oder EPUB konvertiert werden.
Der E-Buch-Standard der Medienzentren
Die Medienzentren der Schulen verwenden Word-Dokumente häufig als Ausgangsformat, um barrierefreie Lehrmaterialien zu erstellen. Diese Dokumente werden nach dem E-Buch-Standard aufbereitet.
Was ist der E-Buch-Standard?
Der E-Buch-Standard (z. B. Augenbit) ermöglicht es, Word-Dokumente gezielt mit zusätzlichen Informationen zu anreichern. Dies schließt ein:
- Gezielte Auszeichnungen: Ergänzung semantischer Informationen, um Struktur und Lesbarkeit zu verbessern.
- Zusatzinformationen: Beispielsweise Hinweise zu Formeln, Tabellen oder spezifische Anweisungen für assistive Technologien.
- Hohe Flexibilität: Die angereicherten Dokumente lassen sich leicht in alternative Formate wie EPUB oder DAISY für blinde und sehbehinderte Nutzer konvertieren.
Barrierefreie Dokumente am KIT
Am KIT wird besonderer Wert auf Qualitätsstandards gelegt, um sicherzustellen, dass alle Materialien für das Studium barrierefrei verfügbar sind. Word-Dokumente bieten dabei die ideale Ausgangsbasis:
Vorteile von Word-Dokumenten:
- Leicht zu erstellen: Word ist weit verbreitet und auch ohne Spezialkenntnisse nutzbar.
- Hohe Flexibilität: Dokumente können problemlos in barrierefreie Formate wie PDF/UA oder EPUB umgewandelt werden.
- Einheitliche Struktur: Durch Formatvorlagen und Standards bleibt die Lesbarkeit für alle Nutzer konsistent.
Herausforderungen:
- Manuelle Nachbearbeitung: Die Erstellung barrierefreier Word-Dokumente erfordert genaue Arbeit bei der Vergabe von Überschriften, Alternativtexten und Tabellenstrukturen.
- Komplexe Inhalte: Mathematische Formeln, Tabellen oder Diagramme müssen gezielt angereichert und getestet werden.
Fazit: Word und der E-Buch-Standard als Basis für Inklusion
Durch die Kombination von Microsoft Word und dem E-Buch-Standard der Medienzentren können Lehrmaterialien effizient barrierefrei aufbereitet werden. Word-Dokumente bieten eine ideale Grundlage, um Inhalte flexibel zu strukturieren, anzureichern und in andere barrierefreie Formate zu überführen.
Am KIT arbeiten wir kontinuierlich daran, höchste Qualitätsstandards zu erfüllen und sicherzustellen, dass Studierende mit Sehbehinderungen oder Blindheit gleichberechtigten Zugang zu allen benötigten Materialien haben.
Gemeinsam schaffen wir eine zugängliche Lernumgebung – Schritt für Schritt.